Direkteinstieg



Geschichte

Wir wissen, dass um 610 n. Chr., also zur Zeit der Alemannen, hier ein Weiler gegründet wurde und nehmen deshalb an, dass Horriwils Anfänge aus dieser Zeit stammen.

Erste schriftliche Dokumente datieren aus dem Jahre 1264. Die Ritter von Horgenwile übernahmen den Weiler und wurden die Schutzherren. Horriwil wurde in der Folge immer wieder hin- und hergeschoben und erlebte viele verschiedene Vögte und Fremdherren.

Der Name Horgenwile wurde übernommen und mit der Zeit zu Horriwil abgeändert.

1795 erhielt Horriwil den, von der Stadt Solothurn angefertigten, Dorfbrief. Fortan musste jeder eine Einkaufssumme bezahlen, wenn er sich in Horriwil niederlassen wollte. 

Im Jahre 1831 wurde das Dorf offiziell zu einer eigenständigen Gemeinde. Die Gemeinderatsprotokolle aus dieser Zeit existieren immer noch.

Die schulpflichtigen Kinder wurden in Kriegstetten unterrichtet.

Im Jahre 1834 wurde beschlossen eine eigene Schule zu bauen. Das ursprüngliche Schulhaus wurde zweimal erweitert und dient noch heute als Dorfschule. Die Kinder vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse werden hier unterrichtet.

Das Oberstufenzentrum befindet sich seit diesem Jahr direkt vor dem Dorfeingang zwischen Subingen und Horriwil.

Im Jahre 1864 musste jede Haushaltung Fr.1.- Steuern bezahlen. Da schon zu dieser Zeit das Geld knapp war in der Gemeindekasse wurde sie aufgebessert mit dem Verkauf von Holz aus dem Gemeindewald.

Das ländliche Dorf wurde lange Zeit von den freien Bauern mit Besitz von Haus und Hof und den nur geduldeten Hintersässen bewohnt.

Politische Rechte besassen nur die Bauern.

In dieser Zeit waren folgende öffentlichen Ämter zu besetzen:

  • Der Gemeinderat (3 Mitglieder)
  • Der Bannwart
  • Der Wegknecht
  • Der Zuchtstierhalter
  • Der Feldmauser 

Im Jahre 1897 kam noch der Gemeindetelefonist dazu.

Im Jahre 1800 lebten 141 Leute in Horriwil, heute sind es 838 Personen.

Horriwil ist ein ländliches Dorf geblieben, aller- dings hat es nur noch 7 Bauernbetriebe. Die geographisch günstige Lage hat viele Pendler angelockt.

Die Nähe zu den grösseren Zentren Solothurn, Gerlafingen, Derendingen und Herzogenbuch- see erwies sich für Horriwil aber auch als negativ, mussten doch im Verlaufe des letzten Jahrzehntes alle Einkaufläden, wie auch die Bank und die Post ihre Türen schliessen.

Wegen politischen Turbulenzen wäre Horriwil vor drei Jahren beinahe wieder fremdbestimmt worden. Die Neuorganisation der Gemeindeverwaltung und der Einsatz vieler politisch interessierter Bürger konnten aber die drohende Zwangsverwaltung abwenden und heute herrscht wieder Ruhe im Dorf.

Horriwil sucht die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, ist es doch unser Bestreben das Dorf als ländliche Wohngemeinde zu erhalten.